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Info Arbeiterbewegung

 

Geschichte der Arbeiterbewegung

Eine zentrale Voraussetzung für das Entstehen der Arbeiterbewegung und
ihrer Organisationen waren die den frühen Industriearbeitern
(„Proletariat“) gemeinsamen sozialen, wirtschaftlichen und politischen
Erfahrungen unter Bedingungen kapitalistischer Industrialisierung und
politischer Unterdrückung. Als „freigesetze“ Arbeitskräfte erfuhren
ehemalige Landarbeiter, von ihrem Boden vertriebene Bauern und sozial
deklassierte Handwerker erstmals den durch Maschinen diktierten
industriellen Arbeitsrhythmus in den frühen Fabriken, den „dark
Satanic mills“ (William Blake). Hinzu kamen die innerbetrieblichen
Herrschaftsverhältnisse, Karl Marx sprach von der „Despotie der
Fabrik“, sowie die miserablen Lebensbedingungen („Verelendung“) in den
proletarischen Wohnquartieren der rasch wachsenden Städte.
Das Land der ersten Industriellen Revolution, England, war auch das
Land der ersten Arbeiterbewegung. Falsch ist es jedoch, die
Maschinenstürmer (Luddites) zu Anfang des 19. Jahrhunderts als deren
Begründer anzusehen. Vor dem Luddismus gab es in England Ende des 18.
Jahrhunderts bereits Zusammenschlüsse von Handwerkern und Arbeitern in
politischen Gesellschaften, die für das allgemeine und gleiche
Wahlrecht kämpften und verfolgt wurden (London Corresponding Society
mit ihrem Sekretär Thomas Hardy; später die Chartisten) und auch
Gewerkschaften (Sidney und Beatrice Webb datieren die früheste, die
„Free Journeymen Printers“, auf 1666).[1] Die frühen Gewerkschaften
tarnten sich häufig als „Unterstützungskassen“ (friendly societies),
um sich vor polizeilicher Verfolgung unter dem Koalitionsverbot (1825
aufgehoben) zu schützen.
In der Frühzeit der Arbeiterbewegung sind die Organisations- und
Protestformen noch wenig gefestigt. Sie reichen von Ad-hoc-Koalitionen
über Hilfskassen zur gegenseitigen Unterstützung bis zu plebejischen
Wahlrechtsvereinigungen, und fluktuieren zwischen Petitionen und
Deputationen, Streiks und Boykotts, Aufruhr und Maschinensturm, die
von lockeren, meist lokal begrenzten Assoziationen der Lohnarbeiter
„organisiert“ werden, um ihre soziale Lage zu verbessern. Wie weit
diese Zeit noch von geordneten Verhandlungen zwischen Unternehmern und
Lohnarbeitern entfernt war, lässt sich an Eric Hobsbawms im
Zusammenhang mit dem Maschinensturm geprägten Begriff vom „collective
bargaining by riot“ (Tarifverhandlung durch Aufruhr) erahnen.
Der Aufschwung der Arbeiterbewegung ist eng mit den Barrikadenkämpfen
der Revolutionen der 1840er Jahre in verschiedenen europäischen
Ländern verbunden. Karl Marx und Friedrich Engels waren die
Theoretiker der sozialistisch-kommunistischen Strömung innerhalb der
Arbeiterbewegung. Sie führten den 1847 in London aus dem Bund der
Gerechten hervorgegangenen Bund der Kommunisten an, in dessen Auftrag
sie im Februar 1848 das Manifest der Kommunistischen Partei
veröffentlichten. Dieses Manifest wurde mit seinem
internationalistischen Anspruch unter dem Motto „Proletarier aller
Länder, vereinigt euch!“ zur Grundlage der parteipolitisch
organisierten sozialistischen bzw. später explizit kommunistischen
Arbeiterbewegung.
 

Information für Schüler

Links zur Arbeiterbewegung

 

Publikationen

 

  • Luescher, Rudolf M./Schweizer, Werner: Amalie und Theo Pinkus-De Sassi. Leben im Widerspruch. Limmat Verlag 1994.
  • Stiftung Studienbibliothek (Hrsg.): Erinnern und Ermutigen Hommage für Theo Pinkus 1909-1991. Rotpunktverlag 1992.
  • Stiftung Studienbibliothek (Hrsg.): DDR Presse-Dokumente. Oktober-Dezember 89. Eigenverlag Zürich 1990.
  • Stiftung Studienbibliothek (Hrsg.): Willi Muenzenberg. Eine Dokumentation zur Muenzenberg-Tagung im September 1989 in Zürich. Eigenverlag ZM 1990.
  • Stiftung Studienbibliothek (Hrsg.): Ueber die Grenzen. Alltag und Widerstand im Schweizer Exil. Eigenverlag Zürich 1988.
  • Wichers, Hermann/Wacker, Jean-Claude: Über die Grenzen. Basel 1990.
  • Konrad Farner-Vereinigung (Hrsg.): Beiträge zu Leben und Werk Konrad Farners. Zürich 1988.
  • Kuster, Robert: Hans Mühlestein. Beiträge zu seiner Biografie und zum Roman «Aurora». Limmat Verlag Genossenschaft 1984.
  • Kamber, Peter: C. F. Vaucher. Aus meiner linken Schublade. Erzählungen eines Lebens. Rotpunktverlag Zürich 1996.
  • Hümbelin, Lotte: Mein eigener Kopf. Ein Frauenleben in Wien, Prag, Paris und Zürich. Zürich 1999.

 

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